Was mich berührt…

Ich durfte mich in den Sommerferien berühren lassen! Berühren von Musik, von Musizierenden und ihrem Berührtsein: In einer Musikwoche wurden unter meiner Leitung zwei grössere Orchesterwerke erarbeitet. Ein Konzert für drei Violinen und Orchester von Johann Sebastian Bach und ein Werk von Gabriel Fauré. Nach intensiver Probenarbeit mit mehreren Proben täglich, durften wir am Schlusskonzert stolz das Erreichte präsentieren – die 3 Solist:innen im Bachkonzert waren notabene 13, 16 und 18 Jahre alt. Beim «erlösenden Schlussapplaus» traten mir Tränen in die Augen – ich war berührt von der Musik und vom Berührtsein der Menschen.

Dieses Gefühl kenne ich auch von vielen Gottesdiensten mit verschiedener Musik. Ich freue mich jedes Mal, zu erleben, wie Musik die Herzen berührt. Dies geschieht intensiv bei geistlicher Vokalmusik. Augustinus sagte: «Wer singt, betet doppelt.» Er drückt aus, dass Musik und Gesang den Glauben auf eine tiefere, emotionalere und ganzheitlichere Weise ausdrücken, als das reine, gesprochene Wort.

In diesem Sinne freue ich mich besonders auf die ökumenische Mitsingfeier unseres «Enchanté-Chorfestes» am Samstag, 19. September, 18.00 Uhr, im St. Johann. Rund 200 Sänger:innen, ein Bläserquartett und eine Band werden die Mitfeiernden berührt berühren. Der Titel des Hauptwerks heisst übrigens: «Meine Freude lockst du hervor».

Christoph Honegger, Kirchenmusiker