«Bemüht euch um das Wohl der Stadt, in die ich euch weggeführt habe, und betet für sie zum Herrn; denn in ihrem Wohl liegt euer Wohl» (Jer 29,7).

Das war die Botschaft Gottes an sein Volk, das im babylonischen Exil lebte. Doch diese Botschaft gilt in einem weiteren Sinne auch für uns alle, die wir Pilger und Fremde auf Erden sind, fern von unserer himmlischen Heimat. Somit hat die Sorge um die Erde ihre Wurzeln in göttlicher Verantwortung und ist nicht nur ein «schönes Ideal» der Menschen. Im engeren Sinne gilt sie jedoch für jeden Freigeborenen, der sich in einem fremden Land aufhält. Tatsächlich kam mir dieser Vers in den Sinn, als mich einmal jemand nach meiner Begeisterung für die Schweizer Bundesfeier fragte. Es war am Vorabend des Festes. Ich sass mit einigen Freunden zusammen, von denen einige wie ich Ausländer waren. Ich hielt ein Glas feines Schweizer Bier in der Hand und beobachtete geduldig die Fleischstücke, die auf dem Grill brutzelten und zischten.

Es ist kein Zufall, dass wir gerade jetzt in diesem gesegneten und wunderschönen Land leben und arbeiten dürfen. Ich werde mit den Eigentümern dieses Landes feiern und mich mit ihnen freuen, aber auch mit ihnen trauern, wenn es angebracht ist. Alles andere wäre ein Verrat an meinem christlichen Glauben und an Gott, der uns an diesem Ort gepflanzt hat, damit wir dort erblühen. Das nennt man göttliche Vorsehung, die Dankbarkeit in unseren Herzen wecken sollte. Gott erklärt weiter: «Denn ich kenne meine Pläne, die ich für euch habe. – Spruch des Herrn –, Pläne des Heils und nicht des Unheils; denn ich will euch eine Zukunft und eine Hoffnung geben» (Jer 29,11). Diese kraftvollen und verwandelnden Worte sollten uns dazu anleiten, uns um den Ort zu kümmern, an dem wir leben, sei es vorübergehend oder dauerhaft. Und es kommt noch besser: Der zeitlose göttliche Plan, der Menschen verschiedener Nationen genau zu diesem Zeitpunkt in die Schweiz geführt hat, wurde in Christus festgelegt, noch bevor die Welt entstand (Eph 1,3–11). Er ist persönlich und keineswegs zufällig.

Um dies rundum zu verwirklichen, ist es nötig, dass man sich auf Christus ausrichtet, den Logos, den Sinn aller Dinge, durch den und für den alles geschaffen wurde (Joh 1,3; Kol 1,16). Möge die Schweiz, das Schweizer Volk und alle ihre Bewohnerinnen und Bewohner mit jedem Segen des Himmels gesegnet sein!

Anthony Okafor, Vikar

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Quelle: KI generiert