Quelle: zVg

Zeit, Begleitung und ein offener Raum für Fragen

Ein Spitalaufenthalt – ob durch Krankheit oder einen Unfall verursacht – markiert für viele Menschen einen tiefen Einschnitt, der oft existenzielle Fragen aufwirft. In diesen sensiblen Momenten ist es unser zentrales Anliegen, Ihnen und Ihren Angehörigen zur Seite zu stehen. Im Kern unserer Arbeit geht es dabei immer um Beziehung und Präsenz.

Zur Erfüllung dieser Aufgabe arbeiten die Seelsorgenden der ev.-reformierten und röm.-katholischen Kirche zusammen. Es ist uns wichtig, jedem Menschen mit absolutem Respekt vor seiner eigenen Weltanschauung und Religion zu begegnen. Im vertraulichen Raum, geschützt durch die seelsorgerliche Schweigepflicht, dürfen existenzielle Fragen bei uns ebenso Platz finden wie Zweifel.

Wir nehmen uns Zeit für Gespräche am Krankenbett und suchen gemeinsam nach dem, was in Krisen trägt – sei es durch ein offenes Ohr, durch Rituale oder das gemeinsame Aushalten von Stille am Lebensende. Das Angebot der Spitalseelsorge richtet sich nicht nur an Patientinnen und Patienten, sondern steht ausdrücklich auch Angehörigen und dem Spitalpersonal offen.

Gottesdienste und Begleitung in schweren Zeiten

Ergänzt wird die persönliche Begleitung durch unsere Gottesdienste, die jeden Sonntag um 10 Uhr im Vortragssaal stattfinden. Dabei wechseln sich reformierte und katholische Feiern ab. Ein Team aus Freiwilligen lädt bereits am Freitag auf den Stationen zur Feier ein, begleitet die Patientinnen und Patienten am Sonntagmorgen in den Gottesdienst und bringt sie im Anschluss wieder zurück. Wer das Zimmer nicht verlassen kann, hat die Möglichkeit, die Feier über eine Live-Übertragung mitzuverfolgen.

Auch im Hospiz Schönbühl sind wir als ökumenisches Team präsent und bieten feste wöchentliche Besuchstermine sowie Begleitung in Akutsituationen an.

Das Trauercafé „Trauern dürfen“ bieten wir jährlich im November zusammen mit der ev.-ref. Kirche und in Kooperation mit dem spitalexternen Onkologie-Pflegedienst (SEOP) an. An fünf Abenden erhalten Angehörige von Verstorbenen einen Raum für Trauerarbeit und Trauerbegleitung.

Ein weiterer Dienst im Spital sind die Sitzwachen. Rund 20 Freiwillige stehen schwerkranken oder sterbenden Menschen in den Nächten ehrenamtlich zur Seite. Um dieses wertvolle Angebot auch langfristig sichern zu können, freuen wir uns stets über neue engagierte Mitglieder, die sich für dieses wichtige Ehrenamt interessieren.

Kontaktieren Sie uns

Wenn Sie ein Gespräch wünschen – für sich oder für Ihre Angehörigen –, sind wir gerne für Sie da. Gespräche entstehen entweder aufsuchend oder ganz einfach auf Ihre Anfrage.

Seelsorgende der ev.-ref. Kirche
Pfr. Dr. Adrian M. Berger | 052 634 89 38 | Mail
Adriana Di Cesare | 052 634 89 38 | Mail
Ariane van der Haegen | 052 634 72 46 | Mail 

Seelsorger der röm.-kath. Kirche

Sebastian von Paledzki

Sebastian von Paledzki

Spital- und Gefängnisseelsorger
052 634 89 38

sebastian.vonpaledzki@spitaeler-sh.ch