«Nimm du mich, heiliger Atem.»
Dieses Lied begleitete uns auf der 2.Spiritour am 2. Mai.
Mit dem Bus trafen wir um 9.45 Uhr auf der Siblingerhöhe ein. 24 mehr oder weniger bekannte Menschen machten sich auf den Weg zur Bergkirche St. Moritz. Bei einem Findling am Wegrand begrüsste Gabriele De Ventura die Spiritourgemeinschaft mit einem Gebet und einigen Bibelversen aus dem Buch Exodus: Mose will der Erscheinung des brennenden Dornbuschs auf den Grund gehen und begegnet dabei Gott. Mit den ersten Strophen des Liedes, der Frage «Wo habe ich schon Wundervolles erfahren?» und einem Segen brachen wir auf. Nach angeregten Gesprächen führte uns Bernadette Peterer beim nächsten Halt durch ein leibhaftiges Gebet: «Ich stehe Gott zu mir und du, Gott, stehst zu mir.» In der folgenden Etappe versuchten wir im Schweigen die Gegenwart Gottes, sein Mitgehen an unserer Seite, zu spüren. Im Schatten einer Baumgruppe gab uns Orazio Castelletto den nächsten Impuls aufgrund des Bibelverses: «Der Herr sagte: Komm nicht näher heran! Leg deine Schuhe ab, denn der Ort, an dem du stehst, ist heiliger Boden.» Dies sagte Gott zu Mose in einer rundum «heissen» Situation: sengende Hitze über ihm, brennender Dornbusch vor Augen und glühend heisser Sand unter den Füssen. Da braucht es viel Vertrauen. Gott hilft mit der Zusage seines Namens: «Ich bin der, ich bin da.» Nach weiteren Liedstrophen und der bewegenden Bibelszene vor Augen gingen wir weiter. Nach einem Strassenabschnitt durch Rebberge bis zum nächsten Schattenplatz und dem Impuls von Monika Kolb. Sie machte eine Verbindung zum Neuen Testament: Der Name des Gottessohnes «Immanuel» = «Gott ist mit uns». In der Emmaus-Geschichte zeigt sich noch einmal, dass Gott in Jesus mit uns unterwegs ist, auch über den Tod hinaus. So wurden wir ermutigt, mit Jesus auf dem Weg zu bleiben, indem wir unsere Talente zum Wohl unserer christlichen Gemeinschaft einsetzen. Mit diesen Worten und dem gesungenen Lied im Herzen führte uns der Weg zur Bergkirche St. Moritz von Hallau. Nach dem gemeinsamen Picknick und dem aaronitischen Segen trennten sich die Wege. Die einen gingen ins Dorf Hallau, um per ÖV nach Hause zu gelangen, die anderen nahmen noch den Weg durch Oberhallau über den «Lugmer» nach Gächlingen hinunter unter die Füsse, um von dort nach Hause zu fahren. Es war erneut ein friedvolles Unterwegssein mit Lerchengesang, Weit- und Ausblicken, wohltuenden Impulsen und Gesprächen sowie der Verbundenheit mit Gott und seiner wunderbaren Natur.
Gruppe «Glaube und Bildung»